Kroatische Pianistin

Biografie

Die kroatische Pianistin Martina Filjak hat sich dank ihres leidenschaftlichen, poetischen Spiels und ihrer brillanten technischen Beherrschung des Instruments eine internationale Karriere aufgebaut. Ihre charismatische Persönlichkeit und ihre magnetische Bühnenpräsenz fesseln Publikum und Presse gleichermaßen. Ihr umfangreiches Repertoire reicht von Bach bis Berio und umfasst mehr als 30 Klavierkonzerte. Zudem widmet sie sich der Erschließung weniger bekannter Klavierliteratur sowie ungewöhnlicher Konzertformate.

Martina Filjak erlangte erstmals 2009 internationale Aufmerksamkeit, als sie beim Internationalen Klavierwettbewerb in Cleveland den ersten Preis sowie den Beethoven-Preis gewann. Zuvor hatte sie bereits erste Preise beim Internationalen Viotti Klavierwettbewerb in Italien (2007) und beim Internationalen Maria Canals Klavierwettbewerb in Barcelona (2008) errungen sowie einen Preis beim Busoni-Wettbewerb in Bozen gewonnen. Seither ist sie mit zahlreichen renommierten Orchestern aufgetreten, insbesondere in den USA und in ganz Europa, und hat Klavierabende in bedeutenden Konzertsälen gegeben. Zu diesen Spielstätten zählen unter anderem die Zankel Hall der Carnegie Hall, der Wiener Musikverein, das Concertgebouw Amsterdam, BOZAR in Brüssel, das Konzerthaus Berlin, die Elbphilharmonie Hamburg, der Palau de la Música Catalana in Barcelona, die Sala Verdi und das Auditorio in Mailand, das Teatro San Carlo in Neapel, das Auditorio Nacional in Madrid, das Teatro Colón in Buenos Aires, die Casa da Música in Porto und die Salle Gaveau in Paris. Darüber hinaus trat sie bei namhaften Festivals auf, darunter dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem MITO SettembreMusica Festival, dem Enescu-Festival, dem Ljubljana Festival, dem Wonderfeel Festival in den Niederlanden und den Sommets Musicaux in Gstaad.

“Brillantes, einfühlsames und fantasievolles Spiel, geprägt von technischer Raffinesse und natürlicher Musikalität … bemerkenswerte Individualität … eine Pianistin, die man im Auge behalten soll.”

The New York Times

In der Konzertsaison 2026/27 wird Martina Filjak erneut mit verschiedenen Orchestern auftreten, darunter das Budapest Symphony Orchestra MÁV, das Sinfonieorchester Hagen, die Borusan Istanbul Philharmonic, das Orquesta Sinfónica de Murcia, das Sinfonieorchester des Kroatischen Rundfunks (HRT), die Staatskapelle Weimar und die Norddeutsche Philharmonie Rostock. Darüber hinaus wird sie eine Reihe von Klavierabenden geben und bei verschiedenen Kammermusikkonzerten mitwirken.

Martina Filjak arbeitet mit renommierten Dirigenten wie Michael Schönwandt, Josep Caballé-Domenech, JoAnn Falletta, Stanislav Kochanovsky, Marcus Bosch, Alexander Shelley, Hans Graf, Markus Poschner, Sebastian Lang-Lessing, Carlos Miguel Prieto, Paul Goodwin, Ivan Repušić, Pascal Rophé, Stefan Blunier, Tito Muñoz, Manuel Hernández Silva, Shiyeon Sung, Anja Bihlmaier, David Danzmayr und Lina González-Granados zusammen.

Als Solistin trat sie mit zahlreichen Orchestern auf, darunter dem Cleveland Orchestra, dem Orquesta Sinfónica de Barcelona, dem Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi, dem Orquesta Filarmónica de Buenos Aires, dem Rochester Philharmonic, der Orquestra Sinfónica da Casa da Música Porto, der Orquesta de Valencia, dem Florida Orchestra, der Virginia Symphony, der San Diego Symphony, dem Turku Philharmonic Orchestra, dem Japan Century Orchestra, dem Bilbao Symphony Orchestra, der Orquesta Filarmónica de la UNAM (Mexiko), der Cape Cod Symphony, dem Asheville Symphony und dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg. In Deutschland konzertierte sie unter anderem mit dem Münchner Rundfunkorchester, der Deutschen Radio Philharmonie, den Bremer Philharmonikern, der Staatskapelle Weimar, der Staatskapelle Halle, dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz und dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg.

“Besser geht’s nicht – ihr Musizieren war hinreißend. Da stimmt einfach alles, von der Tongebung über die Wahl der Tempi, der Dynamik, ihrer hochfeinen pianistischen Technik bis hin zu einer großen emotionalen Musikalität.”

Süddeutsche Zeitung

Martina Filjak wurde in ihrer Heimat Kroatien bereits mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Besonders stolz ist sie auf den Vladimir-Nazor-Preis, den Milka-Trnina-Preis des Kroatischen Verbands der Musikkünstler, den Orlando-Preis für ihren Auftritt beim Sommerfestival von Dubrovnik und den Judita-Preis für ihre Interpretation von Dora Pejačevićs Klavierkonzert beim Festival von Split. Im Jahr 2009 wurde sie vom Präsidenten der Republik Kroatien für ihre internationalen Erfolge mit dem Orden „Red hrvatskog pletera“ ausgezeichnet.

Martina Filjaks große Leidenschaft für Kammermusik zeigt sich in ihrer Zusammenarbeit mit Musiker:innen wie Renaud Capuçon, Vadim Repin, Radovan Vlatković, Daniel Hope, dem Szymanowski-Quartett, dem Amaryllis-Quartett, dem Ensemble Berlin, Felix Klieser, Andrej Bielow, Julian Steckel, Eckart Runge und Monika Leskovar.

Nach ihrem Debütalbum mit Sonaten von Antonio Soler folgte 2013 eine Kammermusikaufnahme mit den Cellisten Jan Vogler und Christian Poltéra, die bei Sony Classical erschien. Im Herbst 2016 wurde ihr zweites Soloalbum mit Werken von Schumann, Bach/Liszt und Skrjabin beim Label Solo Musica veröffentlicht. Ihr Album Light & Darkness, das 2020 bei Profil Edition Günter Hänssler erschien, erhielt hervorragende Rezensionen der internationalen Musikkritik. Im Jahr 2026 wurde ihre Diskografie um drei Neuerscheinungen erweitert, von denen zwei der kroatischen Komponistin Dora Pejačević gewidmet sind: eine mit Kammermusikwerken beim Label Croatia Records sowie eine Doppel-CD mit dem gesamten sinfonischen Schaffen der Komponistin, die in Zusammenarbeit mit der Staatskapelle Weimar und Ivan Repušić aufgenommen und beim deutschen Label Audite veröffentlicht wurde. Die New York Times nahm diese Veröffentlichung in ihre Liste der „Fünf Veröffentlichungen des Monats“ für Mai 2026 auf. Im selben Jahr veröffentlichte das deutsche Label CPO eine Edition mit Werken von Boris Papandopulo, interpretiert vom Sinfonieorchester Rijeka unter der Leitung von Valentin Egel. Martina Filjak ist hier als Solistin in dem virtuosen Werk Vrzino kolo für Klavier und Orchester zu hören.

Martina Filjak lebt in ihrer Heimat Kroatien. Bei ihrer internationalen Konzerttätigkeit kommen ihr ihre Reiselust und die Beherrschung von sieben Sprachen sehr zugute.